Germany

Deutsche Projektbeschreibung von SECURE

Mit diesem Vorhaben soll perspektivisch die mathematisch-naturwissenschaftlich-technische Bildung (MINT-Bereich) in Europa deutlich gefördert und qualitativ verbessert werden. Dazu sollen die Verantwortlichen in Politik und Bildungsverantwortung forschungsbasierte Hinweise auf die Gestaltung und Implementierung erfolgreicher naturwissenschaftlicher Bildungsgänge und Curricula erhalten.
Das beteiligte europäische Konsortium sieht hierbei wegen der bekannten Interessen­entwicklung im MINT-Bereich die Altersgruppe der 5-13jährigen Kinder als zentral für langfristig wirksame Maßnahmen an.

In einem ersten Schritt werden die Erwartungen von Politik und Bildungsbehörden an die MINT-Bildung, das intendierte und das schriftlich niedergelegte Curriculum in allen MINT-Fächern analysiert.
Auf dieser Grundlage wird mit Hilfe von Fragebögen und Interviews das implementierte Curriculum und die erreichten Ergebnisse aus der Sicht der Lehrer und Schüler analysiert. Die gewählten Altersstufen sind 5 Jahre (Kindergarten), 8 Jahre (Klassenstufe 3), 11 Jahre (Klassenstufe 6) und 13 Jahre (Klassenstufe 8).
Forschungsfragen sind:

  1. Welche curricularen Dokumente stehen zur Verfügung?
  2. Wie nehmen die Lehrer dieses Curriculum wahr?
  3. Welche Erfahrungen haben die Lehrer mit seiner Implementierung?
  4. Welche Lernerfahrungen machen die Schüler? (Hierbei steht nicht das erworbene Wissen im Vordergrund, da dies z.B. von TIMS und PISA erhoben wird.)

Dazu sollen für die Pilotstudie im Sommer 2011 zunächst 2 Schulsets und für die Hauptstudie im Schuljahr 2011/2012 mindestens 15 (bis zu 18) Schulsets ausgewählt werden. Zu einem Schulset gehören ein Kindergarten, eine Grundschule und eine Mittelschule oder ein Gymnasium.
Die ausgewählten Schulen sollen sich durch besonderes Engagement im MINT-Bereich auszeichnen, auf geschlechtergerechten Unterricht, Berücksichtigung von Minderheiten achten, aktivierende und kooperative Unterrichtsmethoden einsetzen sowie möglichst auch außerschulische Lernorte nutzen.
Am Standort Dresden soll wegen der Besonderheit des Schulartübergangs nach Klasse 4 der Übergang vom Sachunterricht zum Fachunterricht genauer unter die Lupe genommen werden. Dazu sollen zusätzlich die Lehrer und Schüler der 4. und 5. Klassenstufe befragt werden.